Schattenläufer 27 – Vo‘ Ällem ebbes
Falls die Datei bei Podcast oder Spotify abbricht: https://lordofthedices.de/dSL/dSL3_1

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Nachdem nun alle Kalauer verballert sind, soll es in dieser Folge um das Ende gehen. Das Ende einer Serie, eines Franchise oder einer Kampagne. Nicht immer ist das Grund zur Trauer, manche Serie oder Kampagne braucht auch dringend einen Schlusspfiff.
Wie kann das gehen? Keine Ahnung! Hier labert nur einer, der schon das eine oder andere Ende mit erlebt hat und seine zwei Cent dazu mit euch teilen möchte. Well, here we go!
links:
https://othpodcast.wordpress.com
https://www.nerds-gegen-stephan.de/archives/1520-RPGnmore-Podwichteln-2023-Die-Themen-die-teilnehmenden-Podcasts.html
https://mummies-magic.de
https://www.comicdealer.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Jumping_the_shark
Ihr kennt Spieler, die immer in der dunkelsten Ecke des Raumes würfeln, den Würfel schnell wieder in die Hand nehmen, bevor jemand was sieht und begeistert „Krit!“ rufen!
Ihr kennt Table Flipper, die alles scheiße finden (System, Würfel, Kampagne, Spielleitung…), wenn es mal schlecht läuft!
Doch kennt ihr auch den Sozialfall? Den Spieler, der begeistert die Würfel zückt, wenn es ans Überreden, Betören, Feilschen geht, aber bei Misserfolg einfach nicht nachgibt?
Wer ist das? Warum?
Gleich vorweg: hier gibt es keine Lösung. Nur Meinung!
Genervte Mitspielende und leidgeplagte Spielleitungen können ein Liedchen singen von DER Wunderwaffe gegen alles und jeden, die 42 unter den Fertigkeiten, den Hammer zu jedem Nagel.
Sei es die Flugfertigkeit, die jede Mauer zur Lachnummer macht, Hellsichtsmagie zum Enttarnen des Bösewichts, magisches Verführen jeder Stadtwache oder die Verschleierungskraft von Shadowrun-Geistern.
Für jedes Problem gibt es eine Lösung – die EINE Lösung.
Vorsicht: Meinung eines grumpy old man. Weil früher war alles besser und so…
Ob dabei Klassizismus im Steampunk, Sexismus im Fantasy-Mittelalter, Rassismus in Cthulhu oder andere Ismen reproduziert werden, mittlerweile gibt es wahrscheinlich ein paar Spielende an Tisch, denen das aufstößt. Zu Recht? Oder darf man das, wenn man damit ja nur seine Spielfigur darstellen möchte?
Wenn es aber außer der Optimallösung nichts mehr geben kann und die Spielleitung das Pen&Paper am heimischen Spieltisch zum ‚Elden Ring TTRPG‘ oder gar ‚Dark Soul TTRPG‘ machen muss, kommen Fragen auf. Kann dabei noch Immersion stattfinden oder ist unser suspension of disbelief überfordert, wenn der Paladin mit dem Maßband bestimmt, das der ideale Radius für den Feuerball des Magiers ist? Und AITAH, wenn ich nicht der Ideallinie, dem Walkthrough, dem Guide folge?
Doch sagt ihr das dem Gegenüber dann? Eher nein! Anders kein Facebook und Twitter und ähnlichen Plattformen. Hier werden vernichtende Meinungen oft ungefiltert propagiert und geteilt. Doch warum?
Dieses Satz hat so (oder mit XP oder Karma oder …) schon fast jede Spielleitung schon einmal gesagt. Dass man damit gleichzeitig auch sagt, dass Aktion X von Spiely Y keine 5 Gummipunkte wert war, wird oft vergessen.
Die Bewertung von Leistung ist unserer Gesellschaft immanent und da Rollenspiel ein Gesellschaftsspiel ist, muss es auch bewertet werden?
Ich sage nein. Warum? Hört selbst!
PS: Das Hören dieser Episode gibt drölfzig Gummipunkte extra!
Doch in der kleinen Rollenspiel-Szene ist jeder Hype Train automatisch auch eine Railroad ohne links und rechts. Und wer, wenn nicht wir RollenspielerInnen sollte sonst aus den ausgetrampelten Pfaden des Algorithmus ausbrechen und dem geistigen Eskapismus der Fantasie frönen?
Ein Plädoyer für den Aufbruch ins Unbekannte.